Helma Orosz und die Oberbürgermeisterwahl
Dienstag, den 10. Juni 2008Also aussichtsreichste Kandidatin für die Wahl zum neuen Dresdner Oberbürgermeister ist Helma Orosz zu nennen. Das beweist auch das herausragende Wahlergebnis von 47,6% im vergleich zum Zweitplatzierten, dem Kandidaten der Linken Klaus Sühl mit gerade mal 14,4%. SPD Kandidat Lames hat 12,45% der Stimmen auf sich vereinen können und hat bereits seine Aufgabe bekannt gegeben. Zur Stichwahl am 22.6. wird er also nicht mehr dabei sein.
Zum Wahlerfolg beigetragen hat sicher der hohe Bekanntheitsgrad von Orosz sowie ihre umfangreiche Medienkampagne. Erstaunlich ist nur, dass von ihr auf konkrete Thematiken, auch nach Ansprache, keine Reaktion zu bekommen war. Auf Fragestellungen des mensch bRAUCHt toleranz e.V. in Hinsicht auf das sächsische Nichtrauchergesetz zum Beispiel beantworteten alle Kandidaten pflichtbewußt alle Fragen, bis auf Helma Orosz und auch zur politischen Diskussion zum Straßenfest des Dresdener Christopher Street Days (CSD) – einen Tag vor der Wahl – war von der CDU niemand zu sehen.
Im Zuge dessen, dass derzeit immer wieder Gerüchte auftauchen Helma Orosz wäre lesbisch, ist dies schon verwunderlich. Es wäre gut möglich gewesen, dort noch ein paar Stimmen zu fangen. Vielleicht hätten die die fehlenden 2,4% zur erforderlichen absoluten Mehrheit eingebracht.
Am 22.6.2008 werden alle wahlberechtigten Dresdner also erneut an die Wahlurne gebeten. Vielleicht ist dann das Wetter schlechter, so dass die Wahlbeteiligung etwas höher ausfällt.



